Indikation · Migräne & Kopfschmerz

Wenn der Kopf zu oft im Vordergrund steht.

Osteopathische Sprechstunde, die zuerst zuhört. Ich befunde die Muster an Halswirbelsäule, Schädelbasis, Kiefergelenken und Atmung, die bei Migräne und Kopfschmerz häufig mit auftauchen. Keine Heilversprechen, eine Stunde Zeit. Praxis in Lübeck-St. Gertrud.

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Wenn Sie sich hier wiederfinden

Vier Kopfschmerz-Bilder, die mir häufig begegnen.

Kopfschmerz und Migräne sind nicht dasselbe. Die vier folgenden Muster sehe ich in meiner Lübecker Sprechstunde am häufigsten, allen voran den Spannungskopfschmerz, oft mit zervikogenem Anteil aus der Halswirbelsäule. Verstehen Sie sie als Orientierung, nicht als Diagnose. Wenn Sie sich in einem davon wiedererkennen, lohnt eine osteopathische Befundung. Bei Unklarheit klären wir am Telefon, ob das die richtige Stelle ist.

  • Migräne mit oder ohne Aura.

    Pulsierender, oft einseitiger Kopfschmerz mit Licht- oder Geräuschempfindlichkeit, manchmal Übelkeit. Bei wiederkehrenden Attacken zeigt sich in der Befundung häufig eine Spannungsdynamik an HWS, Schädelbasis oder Kiefer, die als Co-Faktor mitschwingt.

  • Spannungskopfschmerz aus Schulter und Nacken.

    Ein dumpfes, beidseitiges Drücken, das sich über den Tag aufbaut. Häufig bei Bildschirmarbeit, anhaltender Sitzhaltung oder unbewusstem Kieferpressen. Hier setzt osteopathische Arbeit oft am direktesten an.

  • Zervikogener Kopfschmerz aus der HWS.

    Kopfschmerz, der aus dem Nacken kommt, oft einseitig, ausstrahlend vom Hinterkopf in Schläfe oder Stirn. Bei eingeschränkter HWS-Beweglichkeit oder nach Schleudertrauma ein typisches Muster, das die Befundung gut aufzeigt.

  • Kopfschmerz mit Kiefer- oder Stress-Anteil.

    Knirschen in der Nacht, ein Kiefer, der morgens müde ist, dazu Druck an Schläfe oder Stirn. Bei Bruxismus, CMD-Beschwerden oder dauerhaft hoher Anspannung lohnt eine Befundung, die Schädelbasis, Kaumuskulatur und Atmung gemeinsam einordnet.

Vier Regionen, eine Verbindung

Wo der Kopf in der Befundung anfängt.

Kopfschmerz hat selten nur einen Ort. Ich arbeite craniosacral und folge der Verbindung über die Schädelbasis hinaus bis ins Becken. Halswirbelsäule, Schädelbasis und Kiefer gehören zur Befundung, ebenso das Kreuzbein als Gegenpol zum Schädel. Was sich dort zeigt, entscheidet, wo die osteopathische Arbeit ansetzt.

  • Halswirbelsäule, obere Segmente, Suboccipitalmuskulatur

    Die oberen HWS-Segmente reagieren auf Bildschirmhaltung, Schlafposition, alte Schleudertraumen. Eine eingeschränkte Beweglichkeit der oberen Wirbel kann zervikogenen Kopfschmerz auslösen oder als Trigger für Migräne mitschwingen. Ein häufiger Befund, wenn Patient:innen aus dem Büro kommen.

  • Schädelbasis, Os occipitale, Atlas-Axis, Nervenaustritte

    An der Schädelbasis trifft sich vieles: Hirnnerven, Vagusabschnitt, venöser Abfluss aus dem Kopf. Hier setzt meine craniosacrale Arbeit am häufigsten an: Spannungen zwischen den einzelnen Schädelknochen lösen, den Übergang Occiput-Atlas befreien, über ein feines Faszienbalancing arbeiten. Sitzt hier Spannung, zeigt sich das oft als Druck im Hinterkopf oder als Kopfdruck mit Augenbeteiligung.

  • Kiefergelenk, Kaumuskulatur, Os temporale, Bruxismus

    Knirschen, Pressen, eine asymmetrische Belastung der Kiefergelenke, das spürt der Schädelknochen mit. Bei Patient:innen mit Migräne oder Spannungskopfschmerz lohnt fast immer der Blick auf den Kiefer, auch wenn er sich nicht laut meldet.

  • Kreuzbein, Becken, Beinlängendifferenz, untere LWS

    In der craniosacralen Arbeit ist das Kreuzbein der Gegenpol zum Schädel, beide schwingen über die Wirbelsäule zusammen. Darum hört meine Befundung nicht am Nacken auf. Ich prüfe Becken, Kreuzbein und eine mögliche Beinlängendifferenz und löse Blockaden in der unteren Lendenwirbelsäule, wenn sie die Spannung von unten mittragen.

Migräne lässt sich nicht heilen. Aber die Stille zwischen den Attacken lässt sich vergrößern.
Aus der Praxis

So gehen wir vor

Drei Schritte. Eine Stunde Zeit. Kein Schema.

  1. Anamnese

    Eine ausführliche erste Stunde. Wie oft, wie lange, wie stark. Trigger, Vorgeschichte, Begleiterkrankungen, Medikation. Ein Kopfschmerz-Tagebuch hilft, wenn Sie eines führen, Pflicht ist es nicht. Auch Vorbefunde von Neurologie, Zahnmedizin oder HNO sind hilfreich.

  2. Befund

    Palpatorisch und systemisch. Ich prüfe HWS-Beweglichkeit, Schädelbasis, Kiefergelenke, Becken und Beinlängen, die Atemmechanik und die Schultergürtel-Position. Wo zeigt sich Spannung, wo wird kompensiert? Hier entsteht das Bild, mit dem wir arbeiten.

  3. Plan

    Was sinnvoll ist, was nicht, in welchem Tempo. Bei chronischer Migräne überlegen wir gemeinsam, ob eine begleitende Sitzungsrhythmik trägt. Wenn Osteopathie nicht das Richtige ist, sage ich das ehrlich und verweise an die passende Stelle, Neurologie, Schmerzklinik, Zahnschiene.

Red Flags · ärztliche Abklärung

Wann Kopfschmerz nicht zur Osteopathie gehört.

Manche Kopfschmerz-Bilder gehören nicht in eine osteopathische Sprechstunde, sondern in eine ärztliche oder neurologische Hand. Wenn eines der folgenden Muster auf Sie zutrifft, gehen Sie bitte zuerst zur Ärztin, zum Neurologen oder in die Notaufnahme, und kommen danach, falls eine osteopathische Begleitung dann noch sinnvoll ist.

Donnerschlag-Kopfschmerz · plötzlich, in Sekunden auf Maximum
Der heftigste Kopfschmerz Ihres Lebens, der innerhalb von Sekunden eintritt, auch wenn er nach Minuten wieder nachlässt. Verdacht auf Subarachnoidalblutung.

Sofort 112 anrufen, Notaufnahme

Neurologische Begleitsymptome · Lähmung, Sprachstörung, Sehausfall
Kopfschmerz mit halbseitiger Schwäche, verwaschener Sprache, plötzlichem Sehverlust, Bewusstseinstrübung oder Krampfanfall. Verdacht auf Schlaganfall.

Sofort 112 anrufen, Notaufnahme

Fieber, Nackensteife, Krankheitsgefühl
Kopfschmerz mit hohem Fieber, steifem Nacken, Übelkeit und ausgeprägtem Krankheitsgefühl. Verdacht auf Hirnhautentzündung.

Sofort in die Notaufnahme

Neue Kopfschmerzart oder Verschlechterung über Wochen
Eine bisher unbekannte Kopfschmerz-Qualität, eine Migräne, die erstmals nach dem 50. Lebensjahr auftritt, oder eine Verschlechterung über Wochen mit Kraftverlust oder Wesensveränderung.

Erst neurologisch abklären lassen

Eine osteopathische Sitzung ersetzt keine ärztliche Diagnose. Bei Unsicherheit melden Sie sich gern telefonisch unter 0151 17878827, ich ordne ein, ob ein Termin bei mir Sinn ergibt.

Aus der Praxis · Migräne & Kopfschmerz

Drei Geschichten, drei Wege.

Anonymisierte Vignetten aus der Lübecker Sprechstunde. Keine Heilversprechen, Beobachtungen, wie eine osteopathische Begleitung bei Migräne und Kopfschmerz im Alltag aussehen kann.

  1. Frau A., 42 · Lehrerin

    Migräne, die mit dem Schuljahr aufzog.

    Wiederkehrende Migräne-Attacken vor Klassenarbeiten und am Wochenende. In der Befundung obere HWS eingeschränkt, Schultergürtel hochgezogen, Atmung flach. Begleitend zur neurologischen Therapie eine Sitzungsserie mit Fokus auf Schädelbasis und Diaphragma.

    Sitzungen
    fünf
    Zeitraum
    acht Wochen
    Begleitend
    Neurologie
  2. Herr R., 36 · Software-Entwickler

    Spannungskopfschmerz nach acht Stunden Bildschirm.

    Täglicher dumpfer Druck über Schläfen und Hinterkopf, ab nachmittags zunehmend. Befundet: HWS-Hyperextension durch hohen Monitor, Suboccipitalmuskulatur überspannt, Atmung in den oberen Brustkorb verlagert. Drei Sitzungen plus Ergonomie-Anpassung am Arbeitsplatz.

    Sitzungen
    drei
    Verlauf
    spürbar leichter
    Ergänzung
    Monitor-Höhe, zwei Übungen
  3. Frau S., 51 · selbständige Beraterin

    Kopfschmerz, der morgens aus dem Kiefer kam.

    Nächtliches Knirschen, morgens Druck an Schläfe und Stirn, abendliche Kieferschmerzen. Zahnärztliche Schienen-Versorgung lief bereits. Befundet: Kaumuskulatur und Os temporale verspannt, Schädelbasis eingeschränkt. Begleitend zur Schiene eine kürzere Sitzungsfolge.

    Sitzungen
    zwei
    Verlauf
    morgendliche Beschwerden reduziert
    Begleitend
    Zahnschiene

Anonymisierte Beispiele aus der Lübecker Sprechstunde, als Orientierung, nicht als Versprechen. Verläufe sind individuell.

Häufige Fragen · Migräne

Was Patient:innen mich am Telefon fragen.

Acht Fragen, die in der Lübecker Sprechstunde am häufigsten kommen, wenn es um Migräne und Kopfschmerz geht. Was hier nicht steht, klären wir gern persönlich.

Persönlich nachfragen
Kann Osteopathie Migräne heilen?

Nein. Migräne ist eine neurologische Erkrankung, die nicht heilbar ist. Osteopathische Begleitung kann bei zervikogenen Anteilen, muskulärer Anspannung oder funktionellen Mustern an HWS, Schädelbasis und Kiefer ansetzen. Ziel ist die Reduktion der Auslöser, nicht die Heilung der Migräne selbst.

Wie viele Termine braucht es bei Kopfschmerzen oder Migräne?

Häufig sind drei bis fünf Sitzungen ein realistischer Rahmen, um einzuschätzen, ob die Begleitung trägt. Bei reinem Spannungskopfschmerz reichen oft zwei Termine. Bei chronischer Migräne ist die Begleitung längerfristig, eine ehrliche Einschätzung gibt es nach der ersten Sitzung.

Was kostet eine osteopathische Behandlung in Lübeck?

Die Erst- wie auch jede Folgebehandlung kostet 90 Euro.

Übernimmt die Krankenkasse die Kosten?

Viele gesetzliche Krankenkassen bezuschussen osteopathische Behandlungen anteilig. Die aktuelle Liste pflegt der Verband der Osteopathen Deutschland unter osteopathie.de/krankenkassenliste. Private Versicherungen erstatten je nach Tarif.

Sollte ich vorher zum Neurologen?

Bei einer neuen, ungewohnten Kopfschmerzart, bei Verschlechterung über Wochen, bei neurologischen Begleitsymptomen oder bei Migräne erstmals nach dem 50. Lebensjahr ja. Eine osteopathische Sitzung ersetzt keine neurologische Diagnose, sondern arbeitet ergänzend an funktionellen Mustern.

Was sollte ich zur ersten Sitzung mitbringen?

Bequeme Kleidung und ein großes Handtuch für die Liege. Falls vorhanden: ein Migräne- oder Kopfschmerz-Tagebuch der letzten Wochen, eine Liste der aktuell eingenommenen Medikamente und bildgebende Befunde. Vorbehandlungen durch Neurologie, Physiotherapie oder Zahnmedizin sind ebenfalls hilfreich zu kennen.

Was bringt Osteopathie bei Spannungskopfschmerz?

Spannungskopfschmerz ist oft das Symptom, an dem die HWS- und Schultergürtel-Muster sichtbar werden. Bei chronischer Bildschirmarbeit, anhaltender Kieferspannung oder Atemmustern, die nicht mehr mitschwingen, kann eine osteopathische Befundung sinnvoll sein. Häufig zeigt sich nach zwei bis drei Sitzungen, ob die Frequenz spürbar weniger wird.

Worauf sollte ich nach der Behandlung achten?

Trinken Sie ausreichend Wasser und planen Sie den Rest des Tages eher ruhig. Ein leichtes Müdigkeitsgefühl oder eine kurzfristige Verstärkung der Beschwerden in den ersten 24 bis 48 Stunden ist nicht ungewöhnlich. Bei einsetzender Migräne nach der Sitzung kurz Bescheid geben, damit wir das Muster in der Nachbesprechung einordnen können.

Was Sie bekommen

Drei Dinge, die in der Praxis am Stadtpark anders sind.

  1. Einzelpraxis am Lübecker Stadtpark.

    Sie behandelt Joseph Traub persönlich. Keine wechselnden Behandler:innen, keine Praxiskette.

    Krügerstraße 11 · St. Gertrud
  2. 55 Minuten Zeit, keine Stoppuhr.

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  3. Krankenkassen-Zuschüsse möglich.

    Viele gesetzliche Kassen bezuschussen osteopathische Behandlungen. Aktuelle Liste über den Berufsverband.

    VOD · osteopathie.de

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Joseph Traub, Heilpraktiker und Osteopath, vor einer alten Hängebuche im Lübecker Stadtpark
Joseph Traub · Heilpraktiker und Osteopath

Praxis am Stadtpark

Krügerstraße 11, Lübeck-St. Gertrud.

Einzelpraxis direkt am Stadtpark, rund 220 Meter zur Bushaltestelle Roeckstraße. Gut erreichbar aus der Innenstadt über die Roeckstraße und von außerhalb über die Travemünder Allee.

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Termine ab 07:00 Uhr möglich · Buchung über Doctolib, Telefon, Mail
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Bus 3 · 10, 11, 15, 21, 25, 41, 335
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